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Ein Jahr Au Pair. Ein Jahr USA. Ein Jahr weg von zu Haus. Und. Ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Es is vorbei! 4 Monate ist es nun her, dass ich nach Hause geflogen bin und ich schau zurück auf eine doch recht schöne Zeit in den USA mit tollen neuen Freunden - Freunden fürs Leben - neuen Erfahrungen und vielen neuen Eindrücken, aber auch nicht so schönen Zeiten.
Photos Es ist kein Geheimnis, dass meine Familie nicht wirklich toll war und trotzdem habe ich 1 Jahr durchgestanden. Viele fragen mich "Warum?" und es ist schwer zu erklären. Ich fühlte mich von Anfang an nie wirklich wohl, aber die beiden Kleinen haben mich immer wieder motiviert und nach ein paar Monaten war es dann viel zu schwer sich von den Beiden zu trennen. Ok. Evan hat mich dafür aber immer wieder zur Weißglut getrieben, aber auch das hab' ich überlebt. Ich bin vorbereitet. Vorbereitet auf eine eigene Familie später. Und man lernt nicht nur aus den guten Erfahrungen. Wenigstens weiß ich nun, wie ich meine Kinder nicht erziehe. Wer denkt Au Pair ist einfach, hat sich getäuscht, klar kann es einfach sein. 1 Kind. 20h die Woche arbeiten. Nix tun. Das ist nur nicht bei allen so. 45h Woche mit einem Baby und an schulfreien Tagen 3 andere Kids ist ANSTRENGEND, vorallem wenn dann noch Freunde da sind und aus 4, 6 wird. Es ist Arbeit und kein Zuckerschlecken. Im Nachhinein denk ich aber nicht mehr an all die Kämpfe die ich mir mit Evan geleistet hab, die Auseinandersetzungen mit Jeanne oder John und deren Kaltherzigkeit. Ich denk an die schönen Momente mit Eric und Alivia zurück (und an ein paar mit Adam und Evan natürlich auch).
Natürlich darf ich auch nicht vergessen Agnes, Katrin und Steffi zu erwähnen. Agnes ist aus Polen und wir haben das Jahr gemeinsam in New York City begonnen und auch am Ende gemeinsam beendet. Am Anfang noch etwas mit Verständigungsproblemen konfrontiert, fanden wir bald unseren eigenen Weg zu kommunizieren - Gedankenübertragung. Und es funktioniert heute noch. Diese Freundschaft ist was ganz besonderes und jemand der nicht Au Pair war, kann dies nicht nachvollziehen. Katrin und Ich - da haben sich zwei gefunden. Wir hatten so viel Spaß in den 6 Monaten die sie hier war und haben viel gelacht. Bei gemeinsamen Scrapbookshoppingexkursionen wurde es nie langweilig. Und bei Steffi bleibt mir auch nur eines zu sagen: Ich hab sogar mein eigenes Zimmer in ihrem Haus bekommen, das sagt doch alles^^. Nicht zu vergessen unsere gemeinsame Leidenschaft zum Scrapbooking - alles Ihre Schuld. Au Pair Freundschaften sind besonders und es schweißt zusammen (ok Steffi war kein Au Pair, aber trotzdem).
Ganz zum Schluß nicht zu vergessen: meine REiSEHÖHEPUNKTE. Ich bin viel gereist. Mein hart verdientes Geld habe ich hauptsächlich für mein neues Hobby ausgegeben. (Am Ende habe ich mich natürlich auch noch etwas verwöhnt mit neuen Sachen). So gings zum Beispiel nach Chicago auf den Weihnachtsmarkt, nach New York City, um den Tannenbaum anzuschaun und Schlittschuh zu laufen, nach Pittsburgh, um ein Lifehouse Konzert zu bestaunen, nach Detroit, um die International Autoshow zu besuchen, nach Buffalo, um festzustellen, dass es da nichts gibts, zu den Niagara Fällen (NY und Kanada), in ein AmishCountry und 2 mal zum Cedar Point, dem größten Amusement Park in den USA. Irgendwas vergessen? Ja meine größeren Reisen naürlich. Auf diesen Tag hab ich 8 Monate gewartet - Franzi kam nach Cleveland und ich war super happy. 2 Tage bei mir und dann ab nach Florida. Endlich. Nach einigen Schwierigkeiten, überhaupt nach Florida zu kommen (Flug gecancelled nach Schneesturm) waren wir endlich dort. Sonne. Strand und vieles Mee(h)r. Miami halt. Wie erhofft. Wir waren u.a in den Everglades, im Miami Aquarium, auf Key West und in Orlando im Disney World und im Kennedy Space Center. Im Mai war es dann auch so weit und meine Eltern und ich haben uns in San Francisco getroffen und natürlich gab es wieder Schwierigkeiten. So konnte mein Flug in Cleveland nicht starten, wegen Unwetter in Chicago und ich kam 5h zu spät an. Die nächsten 3 Tage wurde San Francisco unsicher gemacht und dann gings weiter über den Yosemite NP nach Hollywood, wo wir in den Universal Studios waren, am Walk of Fame und in Santa Barbara. Das nächste Ziel hieß Las Vegas. Sehr beeindruckend, aber nur im Dunkeln. Von dort aus haben wir einen Tagesausflug ins Death Valley gemacht und einen Tag gings zum Grand Canyon. Und zum Abschluß gings mit meiner Oma nach New York City und Washington DC. Ja, ich bin mit meiner Oma gereist. Na und? Ich bin froh, ihr den Traum, nach Amerika zu reisen, verwirklichen zu können. 5 Tage New York und 2 Tage Washington DC. Wir haben alles gesehen, was wir uns vorgenommen haben. Und als Belohnung nach meinem Jahr habe ich mir einen Traum erfüllt. Ich flog nach Hawaii fuer 7 Tage. Dafür hab ich gespart. Mein Traum und endlich konnt ich ihn erfüllen. Allein. Allein im Paradies. Es war wunderschön. Relaxing am Strand, ein bisschen Sightseeing und shopping. Ich hab wunderschöne Strände gesehen, die ich wohl nie vergessen werde. Auch wenn ich allein war (Agnes ärgert sich heute noch nicht mitgekommen zu sein) hat es mir super gefallen und es war schön einfach mal das zu machen was ich möchte. Ich habe fast alles gesehen, was ich mir vorgenommen habe und blicke mit etwas Stolz auf meine Reiseliste zurück.
Erzähle ich heute jemandem, wo ich mein Jahr verbracht habe, werde ich ausgelacht. Ja, ich gebe ja zu Cleveland, Ohio ist nicht die tollste Stadt und nicht der tollste Staat, aber letztendlich gehen Au Pairs in NYC auch nur in ne Mall oder zu Starbucks, wie wir in Ohio. Ich kann damit leben, wünschte mir aber trotzdem oft woanders gewesen zu sein. ABER dann hätte ich nie die Mädels getroffen, wäre vielleicht nicht so viel gereist, hätte nicht meine beiden zuckersüßen Kids gehabt und wäre vielleicht auch um einige andere Erfahrungen ärmer.
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